Filmkritik zum Horrorfilm Mirrors 0
Mirrors ist ein Remake des Horrorfilms “Into the Mirror” aus Südkorea. Ein ehemaliger Polizist der nach langer Zeit wieder ein Job als Sicherheitsbeauftragter in einem neuen Kaufhaus findet, wird auch gleich auf die Probe gestellt. Denn vor der Eröffnung des Kaufhauses verschwinden immer wieder Mitarbeiter, die später tot in der Nähe eines Spiegels gefunden werden.
Der Regisseur Alexander Aja ist spätestens nach (Haute Tension, 2003) und (The Hills Have Eyes, 2006) einer der großen Genrehoffnungen im modernen Horrorzeitalter. Mit viel Hoffnung habe ich dem Film entgegen gefiebert und bin danach voller Enttäuschung aus dem Filmraum gegangen. Warum es eine reine Enttäuschung war, erfahrt ihr im folgendem Abschnitt.
In der Einleitung erfährt der Zusschauer das sich ein Wachmann das Leben nahm. Er begang Selbstmord mit einer Glasscherbe aus einem Spiegel. Und schon ist die perfekte Gruselgeschichte entstanden – wohl eher nicht, den mit der Story konnte sich, so scheint es, Aja nie anfreunden. Außerdem konnten sich Co-Autor Grégory Levasseur und Aja allem Anschein nicht entscheiden, ob sie nun einen Action-Thriller mit harter von exzessiver Gewalt und Blut dargestellen Film drehen wollten oder doch lieber eine mysteriöse Geister-Geschichte.
Die Geschichte wird konfus erzählt. Das Spiegelbild bewegt sich komisch und ehe man sich versieht, liegt der Schauspieler auch schon tot auf dem Boden. Im Verlauf des Films flüchtet sich Mirrors in eine unfreiwillig komischen Okkultismus-Plot, bei dem man sich fragt, wer hier für das sinnlose Drehbuch verantwortlich war. Da ist es schon fast nebensächlich das der Film Mirrors heißt, wenn zugleich aus jeder nur erdenklichen Reflexionen eine tödliche Gefahr entstehen kann.
Nachdem Ben ein mysteriöses Paket erhält muss er fast 1/3 des gesamten Films von einem Schauplatz zum anderen rennen und ist auf der Flucht. Viele Schockmomente kommen mit Ansage z. B wenn Ben Carson in der Nacht mit einer Taschenlampe durch das Kaufhaus schlendert. Das macht den Film zu einem der vielen Standard-Horrorfilme unserer Zeit. Der einzige Lichtblick sind die gute geschnittenen Actionszenen die versuchen den Film ein wenig mit Spannung zu füllen, was aber kläglich scheitert.
Leider macht der Film zu ziemlich alles falsch was man falsch machen kann. Peinliche “Schockmomente” gepaart mit stumpfsinnigen Dialogen lassen den Film bald wieder in der Versenkung verschwinden. Ein Film über das nach dem Kinostart niemand mehr reden wird!
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