Filmkritik: The Hangover Sommerhit 2009? 0

05.07.2009

geschrieben von - (Kritiken, Top-Thema)


Doug fährt nur zwei Tage vor seiner Hochzeit mit seinen beiden besten Freunden Phil und Stu und seinem zukünftigen Schwager Alan in die Stadt, in der es keine Nacht gibt – Las Vegas! In Las Vegas wollen sie eine so versaute Junggesellenparty machen, die sie in ihrem Leben nie vergessen werden. Als die drei Trauzeugen am nächsten Morgen aufwachen ist ihr Hotelzimmer ein totales Trümmerfeld und das schlimmste, der angehende Bräutigam ist spurlos verschwunden.

Doch die drei können sich an nichts mehr erinnern, sie haben einen totalen Filmriss und die Zeit rinnt ihnen davon. Als sie versuchen die Ereignisse in der vergangenen Nacht zu rekonstruieren wird ihnen klar, dass etwas fürchterlich schief gelaufen ist. Wichtig ist jetzt nur, dass Doug so schnell wie möglich zurück nach L.A. fliegt. Der Hochzeittermin darf nicht platzen. Allerdings müssen sie Doug erstmal finden, was nicht ganz so einfach ist. Schnell merken sie, dass sie viel tiefer im Schlamassel stecken als ihnen lieb ist.

In der USA ein riesen Hit! (Kinostart in Deutschland ist der 23.07.2009) The Hangover spielte bist jetzt bereits mehr als 200 Millionen Dollar ein und das allein in der USA, da kann der Film doch nur gut sein! Wir verraten euch ob das wirklich so ist.

Wer jetzt gerne wissen möchte welche Hollywood-Stars für den großen Erfolg an der Kinokasse verantwortlich sind, bekommt eine klare Antwort – Niemand! Kein einziger Star spielt in The Hangover mit. Der Regisseur Todd Philipps beweist, dass auch ohne Stars ein Film erfolgreich werden kann. Die schauspielerischen Leistungen des Cast sind einfach richtig gut. Man merkt, dass jeder einzelne hart an sich und insbesondere für den Film hart gearbeitet hat. Die Schauspieler Bradley Cooper , Justin Bartha, Ed Helms und Zach Galifianakis haben allesamt eine sehr gute Leistung gezeigt, wenn nicht sogar die beste ihrer doch recht unbekannten Karriere. Besonders Bradley Cooper zeigt in dem Film was in ihm steckt! Er kann auf zukünftige Hauptrollen hoffen.

Der Film geht ein hohes Tempo, da ist die Gefahr groß, dass im späteren Verlauf einige Durchhänger kommen. Das passiert aber über die komplette Distanz nicht ein einziges mal. Der Regisseur versteht es geschickt eine im Grunde nicht spektakuläre Geschichte richtig gut zu erzählen. Der Humor ist einfach großartig. Fast im Minutentakt trainiert man unweigerlich seine Lachmuskeln. Der Humor ist nicht platt und kann auf Slaptickeinlagen verzichten. Der Humor in der Komödie ist „erwachsen“ hart und derb! Und die Witze sind größenteils glaubwürdig – man nimmt den Schauspielern das gesagte ab. Alan ist für den Sarkasmus zuständig und bringt die knochentrockenen Witze. Jeder Humor den man sich vorstellen kann kommt zum Einsatz und macht den Film unglaublich vielseitig.

Einem Highlight folgt das nächste, auf einmal taucht ein Baby auf und ein Tiger steht mitten im Badezimmer. Die Drehbuchautoren haben sich einiges für den Zuschauer einfallen lassen. Die Kameraführung ist auch gut gelungen und zeigt wenn es drauf ankommt auch mal eine nackte Brust.

Fazit: The Hangover hat das Potenzial zum Sommerhint 2009! Ein unvergesslicher, abwechslungsreicher Trip in eine verrückte Welt des 21. Jahrhunderts. Wer einmal wieder so richtig ablachen will sollte ins Kino gehen. Und wer weiß, vielleicht wird der Film Kultstatus erreichen, das Potenzial hat die Komödie auf jeden Fall. Übrigens wurde ein zweiter Teil bereits bestätigt.

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