Die Filmkritik zu Johnny English – Jetzt erst recht 1
Lange ist es her, dass Johnny English zum ersten Mal über die große Leinwand flimmerte und wenn wir Mal ehrlich sind, hat doch wirklich niemand mehr mit der Rückkehr von Rowan Atkinson, in die Rolle des charmant, trotteligen MI7-Agenten, gerechnet. Doch nun ist er zurück, nachdem er rund Acht Jahre in den Schränken von Universal verbracht hat, um die Welt wieder vor allem Bösen zu retten. Doch wie schlägt sich English, zwischen aktuellen Komödien und lohnt sich der Kinobesuch?
Johnny English (Rowan Atkinson) ist nach einem gescheiterten Auftrag in Mosambik seinen Adelstitel los und musste sich in die abgelgenheit eines tibetischen Klosters zurückziehen. Dort sammelt er neue Kräfte und trainiert sämtliche seiner Sinne. Bis eines Tages der MI-7 von einem geplanten Attentat auf den chiniesischen Premierminister erfährt und weil English der geeignetste für den Auftrag ist, den Ex-Agenten reaktiviert. So kehrt er wieder zurück nach London und muss dort mit einigen Veränderungen kämpfen. Eine davon ist, dass sein neuer Chef (Gillian Anderson) eine Frau ist, von der er den Auftrag erhält, sich nach Hongkong zu begeben. Dort angekommen gerät English mit seinem neuen Partner Tucker (Daniel Kaluuya) in eine komplexe Verschwörung, die es aufzuklären gilt.
Natürlich laufen die Ermittlungen, nicht wie aus anderen Filmen gewohnt ab. Denn English ist sicherlich auch kein normaler Agent, wer den ersten Teil gesehen hat, weiß das er hier eine waschechte Parodie, auf sämtliche Vertreter des Agentenfilms zu erwarten hat. Denn Tollpatschig, chaotisch, überheblich sind die Attribute, die wohl am besten zu den Briten passen. Perfekt verkörpert werden eben diese von Comedylegende Rowan Aktinson, sei es auch noch der lahmste Gag den man schon in vielen anderen Filmen gesehen hat, durch den Schauspieler werden sie genial vorgetragen und es ist einfach ein Genuss ihm dabei zu zusehen. Das führt direkt zu einen der negativen Aspekte des Films, so ziemlich alle komödiantischen Szenen hat man irgendwo zuvor schon gesehen, des Weiteren sind manche sehr vorhersehbar. Allerdings wenn sie so gekonnt umgesetzt werden, tröstet es um diesen Umstand zumindest ein wenig hinweg, trotzdem muss der Film sich diese Kritik gefallen lassen. Des weiteren ist die Geschichte nicht wirklich originell, ein Attentat das es zu verhindern gilt, böse (zum Teil russische) Terroristen die man stoppen muss, hat man sowohl albern, als auch ernst aufbereitet schon viele Male gesehen. Positiv hingegen ist, dass gerade bei Komödien der letzten Jahre, konnte man sich nachdem man den Trailer gesehen hat, den Kinobesuch sparen, da dort schon die besten Gags verfeuert wurden. Anders bei dem neusten English, zwar denkt man zu erst: “Ach das kenne ich schon”, doch dann wird die Szene noch Mal gesteigert und in ihrer eigenen Absurdität noch mal getopt. Das ist wahrlich ein erfrischender Nebeneffekt des Films, ein weiterer ist, dass Johnny English nicht die Hangover-Welle reitet und möglichst viele Witze über diverse Körperteile oder Tätigkeiten, in möglichst kurze Spielzeit stopft, so dass diese eher gewollt, als lustig wirken. Diese Besonderheit verhilft dem Film auch dazu, dass er sich nicht auf eine spezifische Zielgruppe beschränken muss und sich sowohl an Familien, Teenager oder auch ältere Semester richten kann.
Fazit: Die Kritik klingt jetzt letzten Endes schlimmer, als der Film wirklich ist. Denn alles in allem ist Johnny English – Jetzt erst recht gut gemachte Unterhaltung, mit mäßigen Drehbuch, welches allerdings durch den überragenden Darsteller hervorragend umgesetzt wird. So das abschließend eine charmante Komödie bleibt, die beweist das man auch ohne Fäkalhumor das Kinopublikum zum Lachen bringen kann.
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