geschrieben von Dominik - (Kritiken, Top-Thema)

Die TV-Serie Das A-Team schaffte es die Zuschauer über mehrere Generationen zu begeistern. Am 12. März 1987 startete die Kultserie auf dem deutschen Fernsehsender ARD und noch heute dürfen wir auf dem Privatsender RTL 2 Hannibal, Face, B. A. und Murdock bei ihren gefährlichen Einsätzen gegen das Böse begleiten. Bei diesem großen Erfolg war es nicht verwunderlich das irgendwann ein Kinofilm folgen würde.
Nun ist es endlich soweit, mit frischen Gesichtern wollte 20th Century Fox das A-Team-Flair in die Kinos bringen, doch so ganz hat das nicht geklappt… Zuerst aber die Story!
Vier furchtlose Männer, die einer militärischen Spezialeinheit angehörten, wurden wegen einem Verbrechen verurteilt. Es gibt nur einen Hacken, die Männer sind unschuldig. Um ihre Unschuld zu beweisen schließen sich die vier Männer zusammen und gehen nebenbei auf Verbrecherjagd. Liam Neeson spielt Hannibal, Bradley Cooper ist als Face unterwegs, Quinton „Rampage“ Jackson als B.A. und Sharlto Copley spielt Murdock.

Das A-Team - der Film
Der Film startet in Mexiko irgendwo in einer Lagerhalle. Hannibal ist auf einem Stuhl gefesselt und bekommt den ein oder anderen Faustschlag ins Gesicht ab, doch er kann sich aus seiner unglücklichen Lage befreien und das erste was er macht – er raucht eine Zigarre – Gänsehaut! Auch die drei anderen Figuren bekommen ihren Auftritt in den ersten Minuten des Films. Es ist ein gut gewählter Einstieg für Neulinge und eine gelungene Einführung. Auch im weiteren Verlauf kann die Handlung überzeugen und es macht richtig Spaß den Vieren bei der Arbeit zu zusehen. Leider ist dieses Gefühl nicht von Dauer, schon wenig später verliert die Handlung an fahrt in dem man unnötige Zeitsprünge macht. Im Grunde genommen beginnt die eigentliche Story erst 20 Minuten nachdem der Film gestartet ist. Und ab diesem Zeitpunkt zieht sich die Handlung, zwar schafften es die Drehbuchautoren im richtigen Moment den richtigen Humor aus dem Hut zu zaubern aber ein fader Beigeschmack bleibt leider dennoch.
Die Handlung ist überraschenderweise ziemlich kompliziert für A-Team-Verhältnisse. Teilweise schwer zu verstehen. Die wechselnde Widersacher und Verschwörungen bremsen den Film erheblich, trotzdem muss man in den knapp zwei Stunden nicht auf Explosionen und Actionszenen verzichten. Der Charme der Originalserie kann aber trotzdem nicht überzeugend vermittelt werden. Das liegt auch daran, dass der Soundtrack des Films recht wenig mit der Originalmusik zu tun hat. Leider ist das nicht der einzige negative Punkt, auch die Charaktere haben keine eigenen Geschichte, ihnen fehlt es schlicht und einfach an Tiefgang.
Zum Glück gibt es Bradley Cooper und Sharlto Copley, die versuchen dem Film trotz den oberflächlichen Charakteren eine gewisse Note zu verpassen – und es gelingt! Leider versagen Liam Neeson und Quinton „Rampage“ Jackson komplett, ihre schauspielerische Leistungen im Vergleich zu den Originaldarstellern ist einfach nur erschreckend. Da kann man mehr von Neeson erwarten, der sicherlich kein schlechter Schauspieler ist. Und nicht zu vergessen Jessica Biel, die auch noch eine Rolle in dem männerdominierenden Film bekommen hat. Sie ist eine gelungene Abwechslung und zwischen ihr und Face gibt es auch noch eine kleine Überraschung…
Fazit: Ein spannender Actionfilm ist Das A-Team allemal, auch wenn die Handlung zum Teil etwas zäh daherkommt. Man sollte nicht mit den höchsten Erwartungen in den Film reingehen, sonst wird man nur enttäuscht. Einen zweiten A-Team-Film wird es wohl nicht mehr geben, denn nicht nur der Film ist durchwachsen, sondern auch das Einspielergebnis, welches hinter den Erwartungen von 20th Century liegen. Für Serienliebhaber ist der Film sicherlich nicht das was sie erwartet haben, für alle anderen könnte es dennoch ein spaßiger Filmabend werden.
[xrr rating=3/5]