Die filmigo.de TV-Tipps zum Wochenende (16.9-18.9) 0

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Oft weiß man nicht, warum man den Fernseher einschalten soll. Entweder laufen so viele interessante Filme im TV, dass man sich nicht entscheiden kann was man sich nun anschauen soll, es läuft gar nichts oder man verpasst einen tollen Film, weil man ihn in der Fernsehzeitung übersehen hat. Wir wollen mit dieser wöchentlichen Kategorie Abhilfe schaffen und euch Filme diesen Wochenendes präsentieren, für die es sich lohnt einzuschalten.

Freitag 16.9:

Born to Be WildSat.1 20:15 Uhr (Wdh. 18.9 – 16:00 Uhr)

Doug (Tim Allen), Woody (John Travolta), Bobby (Martin Lawrence) und Dudley (William H. Macy) führen ein geregeltes Leben und genau das ist ihr Problem. So unternehmen die Vier quer durch die USA, einen Trip mit ihren Harleys. Doch schnell geraten werden sie zum Ziel von einer knallharten Biker-Gang.

Unterhaltsame Komödie, mit origineller und charmant erzählter Geschichte. Außerdem bestechen vor allen die sympathischen Stars und der Gastauftritt von Peter Fonda (Easy Rider).

MatrixPro7 20:15 Uhr (Wdh. 17.9 – 1:45 Uhr)

Die vermeintliche “reale Welt”, ist nur eine Illusion. Mit dieser These wirft Morpheus (Laurence Fishburne), den Computerhacker Neo (Keanu Reeves) in die so genannte Matrix. Außerdem soll er der Auserwählte sein, der die Menschheit von diesem Trugschluss befreit, doch mysteriöse Agenten (u.a. Hugo Weaving) wollen das verhindern.

Ein Film der für das Action-Genre absolut wegweisend war. Tolle, verwobene Geschichte und düstere Atmosphäre. Getrübt wird das Gesamtbild nur vom blassen Hauptdarsteller, der deutlich im Schatten seiner Kollegen steht. Außerdem wurde die gesamte Serie durch die miserablen Fortsetzungen zerstört. Trotzdem eine große Empfehlung, wenn man den Film als alleinstehendes Werk betrachtet.

Silent Hill – RTL 2 22:30 Uhr (Wdh. 17.9 – 2:50 Uhr)

Rose hat ihre Tochter verloren und begibt sich auf die Suche nach ihr und landet dabei im vernebelten Örtchen Silent Hill. Allerdings gibt es dort keine netten Vorstadtbürger, sondern fiese Monster, die Rose nach dem Leben trachten.

Athmosphärischer Horrorfilm, der sich als würdige Umsetzung der genialen Spiele-Reihe präsentiert und somit die beste Videospielverfilmung die es aktuell gibt. Unbedingt ansehen für alle, die etwas mit dem Genre und dem Spiel anfangen können.

Am Samstag gibt es leider nichts sehenswertes.

Sonntag 18.9:

Sherlock: Der blinde Banker - Eins Festival 20:15 Uhr

Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und sein Partner Watson (Martin Freeman) finden nach einer Warnung, den Asienexperten einer großen Bank, nur noch Tot in seiner Wohnung auf. Alles deutet aus Selbstmord hin, doch Holmes glaub nicht daran und kommt einer großen Organisation auf die Schliche.

Großartig Serie, die den legendären Schnüffler gekonnt in die Neuzeit verfrachtet und dieser präsentiert sich zynisch und äußerst schwarz-humorig. Außerdem hervorzuheben die großartige Leistung der beiden Schauspieler und die stimmige London Atmosphäre. Der blinde Banker ist der zweite Fall, der ersten Staffel und auch der Beste.

Für mich die Serien-Überraschung 2011. Für eine ausführlichere Meinung, könnt ihr euch noch Mal Podcast #11 anhören.

Memento - ZDF NEO 22:30 Uhr

Leonard (Guy Pearce) ist auf der Suche nach dem Mörder seine Frau, um sich an ihm zu rächen. Doch er hat ein Problem, er hat nämlich seit der Nacht des Verbrechens sein Kurzzeitgedächtnis verloren. So muss er sich alle Infos, die er bei seinen Ermittlungen herausgefunden hat notieren und auf den Körper tätowieren. Aber natürlich läuft das Ganze nicht ohne Probleme ab.

Absolute Top-Film, der nicht den typischen Konventionen folgt. Denn Memento wird unchronologisch erzählt, also setzt die Handlung beim Ende an und rollt die Geschichte den bis zum Beginn auf. Trotzdem ist der Film spannend und mitreisend, den Regisseur Christopher Nolan (Inception, The Dark Knight) hält einige Kniffe bereit.

Nolans bester Film, unterkühlte Atmosphäre, geniales Drehbuch und überragende Darsteller. Unbedingt Ansehen! Für eine ausführlichere Meinung, empfehle ich meine Kritik zu Memento.

Was werdet ihr euch am Wochenende ansehen?

Der filmigo-Gamescheck zu Resistance 3 0

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Die Resistance-Serie läuft seit jeher zwar erfolgreich, aber doch deutlich im Schatten von anderen Shootern wie Call of Duty oder Crysis. Doch die Jungs von Insomniac sind nun zurück und werfen den Spieler, mit dem mittlerweile dritten Teil erneut in den Widerstand gegen die fiesen Chimera und ob sie mit Resistance 3 endlich in den Shooter-Olmyp aufsteigen können, erfahrt ihr im folgenden filmigo-Gamescheck.

Neuer Held, altes Leid

In Resistance 3 schlüpft ihr nicht wieder in die Rolle des Nathan Hale, sondern lernt Joe Capelli kennen. Allerdings hat es Joe auch nicht viel leichter als sein Vorgänger, denn vier Jahre nach den Ereignissen von Resistance 2 ist die menschliche Bevölkerung von den außerirdischen Chimera fast komplett ausgerottet wurden. Die wenigen Überlebenden, vegetieren in unter der Erde versteckten Kolonien und fristen ohne Hoffnung und Angst erfüllt ein trostloses Dasein. In einer dieser letzten Bastionen der Menschheit lebt auch Joe, zusammen mit seiner Frau Susan und seinem jungen Sohn Jack und kämpft täglich gegen die Widrigkeiten, die dieses Leben mit sich bringt. Bis eines Tages der mysteriöse Wissenschaftler Dr. Malikov auftaucht und ihm mit osteuropäischen Akzent über einen Wurmlochgenerator, nahe New York erzählt, der dafür sorgen könnte, dass der komplette Kontinent vereist wird. Nun möchte Malikov, dass Joe ihn auf seiner Reise zur der Metropole begleitet und beschützt. Anfangs ist unser neuer Held allerdings nicht wirklich von der Mission überzeugt und schließt sich dem Forscher erst an, nachdem ihn seine Frau dazu überredet hat. So begeben sich Joe und der Doktor, auf einen auf den ersten Blick aussichtslosen Road-Trip, quer durch die fast komplett ausgestorbene USA.

Emotionaler Widerstand

Als erstes fällt auf, dass der neue Held deutlich mehr Charisma hat als noch der alte dauerhaft grimmig drein blickende 08/15 Soldat, aus den beiden Vorgängern. Verstärkt wird dieser Sympathiebonus durch die gelungene deutsche Synchronisation, die für alle Hauptcharaktere gilt, nur ein paar der Nebencharaktere sind laienhaft und nicht Lippen-Synchron vertont wurden, was einen aus der sonst so stimmigen Atmosphäre reist. Denn diese haben die Entwickler noch ein Mal weiter perfektioniert, düsterer, epischer und noch depressiver präsentiert sie sich, so dass eine authentische Endzeitwelt auf den Bildschirm gezaubert wird, die den Spieler nicht los lässt. Zudem wird die gesamte Geschichte deutlich emotionaler erzählt und man merkt, dass die Entwickler darauf Wert gelegt haben, den Spieler zu erreichen. Hundertprozentig ist das zwar nicht gelungen und das Ganze ist etwas gewollt und oberflächlich geraten, aber schon eine merkbare Verbesserung zum Vorgänger. Außerdem wurde an der Inszenierung der Zwischensequenzen gefeilt, so dass die Story deutlich packender und spannender ist. Dafür sind die Bosskämpfe deutlich unspektakulärer, wo ihr in Teil Zwei noch gegen Hochhaus hohe Gegner gekämpft habt, sind im neusten Ableger nur noch generische Metallspinnen und Supermutanten übrige geblieben, die euch auch nicht annähernd so fordern wie ihre vorherigen Kollegen.

Back to the Roots

Klassisch präsentiert sich das Gameplay. Zum einen ist das Waffenrad zurück, welches den Spieler ermöglicht den Spieler mehr als die Genre typischen zwei Waffen zu tragen, denn bei Resistance 3 sind es bis zu zwölf Wummen, mit denen ihr die Alienbrut vom Erdball vertreiben sollt. Dieses Dutzend besteht aus individuellen Ballermännern, da wäre zum Beispiel der so genannte Bohrer, mit dem ihr durch Wände schießen könnt, um Feinde aus der sicheren Deckung heraus das Leben auszuhauchen. Außerdem interessant, die leider einzige Neuerung im Arsenal, der Mutierer, welcher nach Beschuss die Gegner in grün-gelb blubernde Schleimklumpen verwandelt. Zudem holen die Entwickler, das aus grauen Vorzeiten bekannte Medi-Pack zurück. So regeneriert zum Beispiel in der Call of Duty Reihe die Spielfigur ständig die Gesundheit, muss man sich in Resistance 3 wiederum, auf die Suche nach den grün leuchtenden Rettern machen.

Die hässliche Fratze des Krieges

Doch nicht nur das Gameplay kommt altertümlich daher, sondern auch leider die Texturen, welche deutlich negativer ins Gewicht fallen. Hier bleibt der Titel merkbar hinter Spielen wie Killzone 3 oder Crysis 2 zurück. Äußerst Schade wenn man bedenkt, dass sonst die Grafik durch eine detaillierte und vor allen sehr abwechslungsreiche Umgebung besticht. Auf der aufregenden Reise begleitet ihr Joe und Malikov von einer amerikanischen Kleinstadt, über den vernebelten Mississippi, bis ins verschneite New York, da kann man nicht meckern. Auch das Gunplay beschränkt sich nicht auf eintöniges Geballer, sondern wechselt von Luft zur Land und auch in dunkle Gefilde, in denen eure Schleich-Fähigkeiten auf die Probe gestellt werden. Für spielerische Abwechslung ist also gesorgt. Negativ fällt hingegen auf, dass sowohl die künstliche Intelligenz der Gegner, als auch die eurer Mitstreiter fast nicht vorhanden ist. An vielen Stellen merkt man, dass die Entwickler diese Schwachstelle mit einem übertriebenen Gegner Aufkommen überdecken wollen.

Vereint gegen die Brut

Außerdem erwähnenswert, ist das ihr die Story mit einem Freund an einer Konsole im Split-Screen vollenden könnt, es ist aber auch möglich Online sich einen Gefährten zu suchen, mit dem man den Kampf gegen die Chimera antritt. Der Multiplayer hingegen ist etwas enttäuschend. War es im Online-Part von Resistance 2 noch möglich in Schlachten mit bis zu 60 Spielern anzutreten, wurde nun die gesamte Spielerzahl auf 16 reduziert und gleicht nun mehr einem Call of Duty. Es gibt zwar die bekannten Modi wie Team-Deathmatch oder Capture the Flag und auch Perks und verschiedene Klassen, allerdings fehlt so dem Mehrspielermodus von Resistance 3 die individuelle Komponente. Dieser stellt aber trotzdem eine solide Erweiterung zum Einzelspieler, auf dem deutlich der Fokus lag, da.


Fazit: Mit Resistance 3 liefert das Entwicklerteam Insomniac das bisher beste Spiel der Reihe ab und übertrifft sogar den Konsolen internen Konkurrenten Killzone 3. Die schwerwiegendsten Mengel sind die praktisch nicht vorhandene KI und die Bosskämpfe, die einen deutlichen Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger darstellen, allerdings zu verkraftende Schwächen, im Anbetracht der Rückkehr des Waffenrades und der guten Steuerung, die sich klar an klassischen Genre-Vertretern orientiert. Außerdem präsentiert sich die Atmosphäre deutlich erwachsender und dichter und die detaillierten Umgebungen und Charaktermodelle überzeugen zudem auch. Der neue Held tut sein Übriges und lässt den Spieler gute sieben Stunden bis zum leider nur durchschnittlichen Ende mit fiebern und rundet so das positive Gesamtbild, dass der Titel hinterlässt ab.

Positiv:
+ Stimmige und düstere Atmosphäre
+ Geschichte packender als in den Vorgängern
+ Abwechslungsreiche Waffenauswahl
+ Detaillierte Spielwelt
+ Variierender Spielverlauf
+ Story im Koop-Modus spielbar

Negativ:
- Enttäuschendes Ende
- Wenig spektakuläre Bosskämpfe
- Schwache KI
-
Unschöne Texturen
- Abgespeckter Multiplayer-Modus

Kampagne: 8/10
Multiplayer: 7/10
Grafik: 9/10
Sound: 8/10
Umfang: 8/10



Publisher: Sony Computer Entertaiment
Entwickler: Insomniac Games
Genre: Ego-Shooter
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Uncut: Ja
Sprache: Deutsch
Testversion: PS3
Erscheinungstermin: 09. September

Die Blu-ray-Kritik zu “Wer wenn nicht wir” 0

geschrieben von - (Kritiken, Top-Thema)

Die RAF gehört sicherlich zu einem der dramatischsten Kapitel der deutschen Geschichte. Der Film Wer wenn nicht wir widmet sich nun der Entstehungsgeschichte der Roten-Armee-Fraktion und beleuchtet vor allen die Geschichte von Gudrun Ensslin, Bernward Vesper und wie sie unter anderen Andreas Baader kennengelernt haben. Natürlich ein nicht ganz einfaches Thema, was es nun authentisch umzusetzen gilt.

Bernward Vesper (August Diehl) wächst als Sohn eines berühmten Schrittstellers auf. Er selber möchte auch gerne unter die Autoren gehen. In Gudrun Ensslin (Lena Lauzemis) findet er eine Verbündete und gründet mit ihr zusammen im Jahre 1963 einen Verlag. Zu erst wenig lukrativ, zieht es die beiden nach Berlin wo sie endlich erste Erfolge einfahren können. Außerdem lernen sie dort neue Leute kennen, mit denen sie weitere Geschäfte eingehen und unter anderen Revolutionsparolen aus Amerika importieren und in Deutschland herausgeben. So zieht es sie während der Studentenunruhen in politische Gefilde und sie lernen den jungen Andreas Bader (Alexander Fehling) kennen und zumindest Gudrun fühlt sich zu ihm hingezogen und unterstützt ihn bei seinen Plänen, etwas in Deutschland zu verändern.

Ein sicherlich kontroverses Thema welches in Wer wenn nicht wir behandelt wird. Umgesetzt wird das Ganze von Regisseur Andres Veiel (Black Box BRD) und seine Inszenierung ist wirklich gelungen, jedes Szene wirkt passend und stimmig. Allerdings ist das größte Problem des Films, dass viele wichtige Ereignisse nur angedeutet werden und viele Zuschauer, die sich mit der Thematik nicht so gut auskennen, Probleme bekommen und der Story nicht mehr so ganz folgen könnten. Außerdem wird gerade der Wandel der Hauptcharaktere zu schnell dargestellt und dem grandios und intensiv aufspielenden August Diehl (Die kommenden Tage, Salt) werden leider nur wenige Szenen gewährt, um den Wandel zum Wahnsinn gekonnt darzustellen. Allerdings bestechen alle Schauspieler durch eine herausragende Leistung. Der schon erwähnte Diehl spielt unglaublich glaubhaft und legt die beste Leistung ab, aber auch Lena Lauzemis spielt überzeugend und Alexander Fehling (Goethe!) liefert ebenfalls eine authentische Darstellung des Andreas Baader ab. Der Film stellt zudem Mal nicht die bekannten Ereignisse in den Vordergrund, sondern die Beziehung der Charaktere zu ihren Eltern, dass wird den Zuschauer sicherlich verwundern, allerdings wurde es hier gekonnt und interessant umgesetzt. Hinzu kommt die atmosphärische Kulisse, die sechziger Jahre in Deutschland wurden hier wirklich gut getroffen und die Zeitsprünge werden von originalen und bekannten Ausschnitten des jeweiligen Jahrs unterlegt. In diesen Szenen gewinnt der Film eine dokumentarische Komponente, die sicherlich durch die Filmographie des Regisseurs bedingt ist. Andres Veiel hat bisher nur Dokumentationen gedreht, die sich aber immer durch einen künstlerischen Aspekt ausgezeichnet haben. Bei Wer wenn nicht wir ist das nun umgedreht, Spielfilm mit historischen Hintergrund der einige Merkmale eines Dokumentarfilms durchblicken lässt. Dadurch gelingt es dem Film allerdings nicht den Zuschauer wirklich mitzureißen, weil zu selten einem Handlungsstrang längere Laufzeit gewidmet wird.

Die Blu-ray: Die Scheibe weißt einen guten Schärfe-Grad auf, allerdings fällt gerade in dunkel gehaltenen Szenen ein starkes Rauschen auf. Außerdem wirken manche Szenen etwas unschärfer als andere. Der Ton liegt in einem gut abgemischten DTS-HD 5.1 vor. Extras sind reichlich vorhanden. Interviews mit den beiden Hauptdarstellern und dem Regisseur, der zudem auch einen Audiokommentar ein gesprochen hat, vermitteln einen guten Eindruck, warum und wie der Film gedreht wurde. Zudem ist eine fast 60 Minuten lange Dokumentation über Andreas Baader enthalten, die den geschichtlichen Hintergrund zum Film verdeutlicht und den Hauptfilm gut ergänzt. Noch eine gute Nachricht für alle Feinde der großen FSK-Logos, der Film hat ein Wendecover.

Fazit: Wer wenn nicht wir bietet eine etwas andere und interessante Sichtweise auf die Geschehnisse vor und während der Zeit der RAF. Allerdings möchte der Film zu viel auf einmal erzählen, so dass die überragenden Darsteller-Leistungen nicht komplett zum tragen kommen können. Alles in allem ist Wer wenn nicht wir ein gutes Werk zu dieser Thematik, der es aber nicht vermag dem Zuschauer mitzureißen und einige Schwächen im Drehbuch aufweist.

Der Film erscheint am 14. Oktober auf DVD und Blu-ray.

Die filmigo.de TV-Tipps zum Wochenende (9.9 – 11.9) 0

geschrieben von - (Top-Thema)

Oft weiß man nicht, warum man den Fernseher einschalten soll. Entweder laufen so viele interessante Filme im TV, dass man sich nicht entscheiden kann was man sich nun anschauen soll, es läuft gar nichts oder man verpasst einen tollen Film, weil man ihn in der Fernsehzeitung übersehen hat. Wir wollen mit dieser wöchentlichen Kategorie Abhilfe schaffen und euch Filme diesen Wochenendes präsentieren, für die es sich lohnt einzuschalten.

Freitag gibt es dieses Mal, leider keine sehenswerten Filme.

Samstag 10.9:

Lost in TranslationEins Festival 21:45 Uhr

Der Film erzählt die Geschichte von dem erfolglosen Schauspieler Bob Harris (Bill Murray), der sich für den Dreh eines Werbespots nach Tokio begibt. Die Abende verbringt er in der Hotelbar und lernt dort die junge Charlotte (Scarlett Johansson) kennen. Innerhalb der nächsten Tage erkunden sie zusammen die Metropole und kommen einander näher.

Lost in Translation ist ein besonderer Film. Erzählt wird keine typische Liebegeschichte, sondern eher rückt die Entstehung einer Freundschaft in den Mittelpunkt. Wirklich besonders macht den Film, die grandiose Leistung der beiden Hauptdarsteller, die melancholische und zauberhafte Inszenierung von Sophia Coppola und die charmante, sowie unterhaltsame Erzählweise.

Unbedingt ansehen, einer der besten Filme seiner Art und in meiner persönlichen Top-10!

Ocean´s Twelve - ARD 22:45 Uhr

Im zweiten Teil stellt sich Danny Ocean (George Clooney) erneut wieder eine Gruppe aus Gangstern zusammen um dieses Mal im Wettstreit mit einem Meisterdieb, ein wertvolles Ausstellungsstück aus dem Museum in Rom zu stehlen.

Rasanter, spannender und lustiger als Teil Eins. Das hohe Staraufgebot (u.a. Matt Damon, Brad Pitt, Julia Roberts, Andy Garcia und Bruce Willis) wird gekonnt von Regisseur Steven Soderbergh (Traffic – Die Macht des Kartells) in Szene gesetzt. Fast schon zu cool und poliert wirkt der Film, bietet aber trotzdem gelungene Unterhaltung.

Sonntag 11.9:

Inside HollywoodTele 5 20:15 Uhr

Produzent Ben (Robert De Niro) hat gerade Probleme mit seinem neusten Film, denn dieser kam beim Tespublikum nicht sonderlich gut an. Nun muss er mit allen Mitteln versuchen, den Cutter zu einem anderen Ende zu überreden.

Sicherlich nicht der beste Film, allerdings eine amüsante Persiflage auf die Arbeit in Hollywood. Diese hätte aber noch um einiges bissiger ausfallen müssen, denn der Film ist ziemlich brav. Sehenswert ist der Film aber trotzdem, vor allen wegen dem gut aufgelegten Staraufgebot (u.a. Sean Penn, Bruce Willis und John Turturro).

The PunisherPro7 23:15 Uhr

In The Punisher geht es um den FBI-Agenten Frank (Thomas Jane), der bei einem Auftrag versehentlich den Sohn des Maffiaboss Saint (John Travolta) umbringt. Saint sehnt nach Vergeltung und löscht die gesamte Familie von Frank aus. Darauf begibt sich der Agent auf einen gnadenlosen Rachefeldzug.

Überdreht, amüsant, kompromisslos präsentiert sich der Film, der sicherlich nicht der Bester seiner Art ist, aber immerhin ein unterhaltsamer und brutaler Trip. Außerdem orientiert sich der Film an den klassischen Vertretern des Genres und erzählt die Geschichte mit einem angebrachten Maß an Ironie.

Was werdet ihr euch am Wochenende ansehen?

 

Die DVD-Kritik zu “The Fighter” 0

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Filme über den Boxsport gibt es viele, gute und schlechte, bekannte und unbekannte, The Fighter erzählt die wahre Geschichte des Boxers Micky Ward und seines Bruders. Inszeniert wird der Film von David O. Russel (Three Kings, I Heart Huckabees), also ein Regisseur der bisher nur auf Komödien-faden wanderte, liefert nun ein Sportler-Drama ab. Kann das gut gehen?

Der Film handelt von Micky Ward (Mark Wahlberg), der in einer kleinen Stadt namens Lowell in Massachusetts wohnt und dort neben seiner Tätigkeit als Straßenarbeiter, dem Boxsport nachgeht. Trainert wird er dabei von seinem Bruder Dicky (Christian Bale), der einst ein erfolgreicher Boxer war, doch nun nur noch Drogen und Frauen im Kopf hat, den Part der Managerin übernimmt seine Mutter (Melissa Leo). Darunter leidet auch die Karriere seines Bruders und die Lage spitzt sich so weit zu, dass ihn immer mehr Leute vor allen seine neue Freundin Charlenne (Amy Adams) dazu raten sich einen neuen Trainer zu suchen. Nachdem Dick eines Nachts verhaftet wird, darauf ins Gefängnis kommt und er zudem auch noch Streit mit seiner Mutter hat, sieht auch Micky endlich ein, dass es nun an der Zeit ist neue Wege einzuschlagen, damit seine Boxkarriere endlich in die Gänge kommt.

So viel also zur Geschichte von The Fighter. Verkörpert werden die Brüder von Mark Wahlberg (In meinem Himmel, Die etwas anderen Cops) und Christian Bale (The Dark Knight, Public Enemies), die beiden arbeiteten den gesamten Dreh über mit den echten Micky und Dicky zusammen. Bale verbrachte viel Zeit zusammen mit seinem realen Vorbild und kopierte Mimik und sogar seinen Gang. Wahlberg baute sich extra einen eigenen Boxring inklusive Zubehör und trainierte ganze vier Jahre, um möglichst authentisch in seiner Rolle zu wirken und die Physis, sowie die Bewegungen eines Boxkämpfers authentisch darzustellen. Der Lohn für diesen Aufwand ist eine grandiose Darstellerleistung, vor allen Bale spielt absolut hervorragend und bekam zu Recht bei der diesjährigen Oscarverleihung für die beste männliche Nebenrolle, die goldene Trophäe verliehen. Aber nicht nur er wurde für den Film ausgezeichnet, sondern auch Melissa Leo, welche die Mutter verkörperte, sie versetzte sich so intensiv in die Rolle der Mutter, dass Freunde von Leo sie nicht mehr wieder erkannten, man merkt ihr deutlich an, dass sie sehr lange überlegt hat, wie sie ihre Rolle am besten verkörpern soll. Auch die weiteren Nebenrollen seien positiv erwähnt, Amy Adams (Julie & Julia, Verlobung auf Umwegen) spielt hier einen anderen Typ Frau als sonst und zeigt, dass sie sehr wandelbar ist, auffällig ist auf jeden Fall, dass der Film bis in die kleinste Rolle exzellent und passend besetzt wurde. Weiterhin zuträglich für die Authentizität des Fims ist, dass Regisseur David O. Russel den Film komplett in Lowell filmte und nicht im Studio oder an anderen Orten, so hatte er die Möglichkeit die Begebenheiten an den Orten nach zustellen, an denen sie sich wirklich ereignet haben. Außerdem wird durch O. Russels filmischer Vergangenheit, in der er fast nur Komödien drehte, der Film durch eine gewisse Ironie aufgelockert und langweilig wird es dadurch zu keinem Zeitpunkt. Hinzu kommt die fast schon kunstvolle und absolut stimmige Inszenierung des Regisseurs. Die Kämpfe hingegen stehen bei diesem Boxfilm nicht im Vordergrund, sondern die Charaktere und ihre Gefühle, schnell kann man jedem verschiedene Eigenschaften zuweisen und gerade die beiden Hauptdarsteller, differenzieren von Beginn an klar ihre unterschiedlichen Rollen voneinander. Allerdings steigt Wahlberg ab und an auch in den Ring, die Szenen in diesem wurden von einem echten Fernsehteam des US-Senders HBO aufgezeichnet und bringen so noch eine dokumentarische Komponente in den Film.

Die DVD: Fast die gesamte Laufzeit über weist der Film eine gute Bildqualität auf und lässt eine Blu-ray nicht vermissen, außer in den dunkel gehaltenen Szenen fällt ein leichtes Filmkorn auf. Extras sind auch zahlreich vorhanden. Zum einen gibt es eine kurz gehaltene Doku, in der die echten Brüder vorgestellt werden. Weitaus informativer ist allerdings das Behind-the-Scenes Filmchen, welches eine gute halbe Stunde Laufzeit aufweist und in der Anwohner Lowells über die beiden Boxer selber und über die Dreharbeiten in ihrer Stadt plaudern. Aber auch Micky und Dicky melden sich zu Wort und sprechen darüber, was es ihnen bedeutet hat, dass ihre Geschichte verfilmt wird und wie die Darsteller ihre Aufgaben gelöst haben. Erweitert wird der Fluss der Information, durch ausführliche Interviews mit den wichtigsten Darstellern und dem Regisseur. Alles in allem ist genügend Material vorhanden um den Informationsdurst über die wahre Geschichte, der nach dem Film aufkommt, zu stillen.

Fazit: The Fighter ist “der” Sportfilm der letzten Jahre. Die gesamte Aufmachung, von Schauspielern bis zum Regisseur besticht durch eine unglaubliche Authentizität und stellt die Ereignisse möglichst realistisch nach. Außerdem besticht der Film durch seine sympathischen, sowie unsympathischen Charaktere die sowohl ironisch, als auch gefühlvoll in Szene gesetzt wurden. Abschließend bleibt festzuhalten, dass The Fighter ein hervorragender, emotionaler und fast fehlerfreier Film ist, den sich niemand entgehen lassen sollte. Dieses Werk kann alle Zielgruppen zufrieden stellen, für die einen gibt es spektakuläre Boxkämpfe und unterhaltsame Szenen und für die anderen eine cineastisch anspruchsvolle Aufbereitung und tief gehende Geschichte.

[xrr rating=4.5/5]

The Fighter erscheint am 14.10.2011 auf DVD und Blu-ray.

Der filmigo.de Podcast #14 0

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Hallo zur Ausgabe Nummer 14 des filmigo.de Podcast. Heute mit nervigen Bossen, einer Legende,einer Identitätskrise und ganz vielen Idioten. Ramon und Tobias bereiten zusätzlich noch die aktuellsten News und Trailer gewohnt kompetent auf.

News:
Inside Llewyn Davis: Neuster Coen-Film
Ben Affleck beginnt mit den Dreharbeiten zu Argo
Trailer zu Apollo 18
Trailer zu Melancholia

Kino:
Kill the Boss

DVD:
Unknown Identity
Scarface

Geheimtipp:
Idioten

Zum Podcast geht es hier lang:PODCAST #14

Die Filmkritik zu “Kill the Boss” 2

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Lange schon sehnt man sich Mal wieder nach einer gelungenen und vor allen lustigen Komödie mit individueller Geschichte, die nicht schon wieder versucht Hangover zu kopieren. Kill the Boss kam gut an in den USA und wurde schon vor dem deutschen Kinostart zur Top-Komödie. Doch bringt der Film auch endlich wieder Spaß ins Kino?

Der Film handelt von drei bodenständigen Bürgern, namens Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis), die einer soliden Tätigkeit nachgehen und allgemein auch sehr zufrieden mit ihrem Leben sind. Doch ein Problem haben sie alle, ihre Chefs. Der eine ist ein durchgedrehter Egozentriker (Kevin Spacey), der nur auf sein eigenes Wohl aus ist und Nick seine versprochene Beförderung verwehrt. Der Chef von Dale (Jennifer Aniston) ist eine nymphomanische Zahnärztin, die ihn dauerhaft an die Wäsche will, obwohl sie weiß, dass er verlobt ist. Der Übergeordnete von Kurt (Colin Farrel) ist ein trotteliger Spinner, dem die vom Vater geerbte Firma vollkommen egal ist und sich lieber mit Prostituierten und Drogen den Arbeitsalltag vergnüglicher macht. Die drei treffen sich abends des öfteren in einer Bar um über ihre Probleme zu sprechen und eines Tages beschließen sie ihre Bosse umzubringen und suchen eine Profikiller (Jamie Foxx) auf, der ihn aber nur einen Tipp geben will, wie sie ihren Plan selber umsetzten können.

So beginnt also die originelle Geschichte von Kill the Boss. Anfangs ist man allerdings etwas ernüchtert, weil die Gags noch nicht so zünden, vor allen die unter der Gürtellinie, welche offensichtlich sehr stark an Hangover und Co. angelehnt sind, wirken sehr gestellt und gewollt. Doch sobald der Film in die Phase kommt, nachdem die drei Freunde entschieden haben ihre Chefs umzubringen, nimmt der Film Fahrt auf und reiht eine gelungene Szene an die andere. Dazu kommen die sympathischen Hauptcharaktere, die gelungen von den Darstellern verkörpert werden, aber auch Kevin Spacey (21, American Beauty), Jennifer Aniston (Meine erfundene Frau, Der Kautions-Cop) und Colin Farell (London Boulevard, Crazy Heart), die nicht in ihre typischen Rollen versetzt wurden, spielen authentisch, glaubhaft und sorgen auch durch ihre Skurrilität für manche Lacher, man merkt wirklich, dass diese drei Stars Spaß hatten an ihren Rollen. Der größte Pluspunkt an Kill the Boss ist allerdings die Story, die durch Individulität besticht und zudem auch noch für eine US-Komödie wirklich gut ausgearbeitet wurde. Denn Kill the Boss kommt ironisch und schwarzhumorig daher, könnte aber noch ein bisschen böser und zynischer sein, dieser Umstand ist wohl dadurch bedingt, dass es sich bei dem Film letztendlich nur um eine amerikanische Komödie handelt, welche auf den Massenmarkt zugeschnitten sein muss, da ist es schon positiv, dass der Film hierzulande ungeschnitten im Kino, mit einer FSK-Freigabe ab 16 Jahren, daher kommt. Wenn man aber die gute Geschichte Mal beiseite lässt, denn fällt einen schnell auf, dass die Gags zumindest größtenteils nicht so besonders und einzigartig sind. Zu viel hat man schon ähnlich in anderen Komödien gesehen, allerdings gestaltet Kill the Boss diese bekannten Genre-Koventionen wiederrum auf eigene und sehr charmante Art und Weise.

Fazit: Kill the Boss ist ein rasantes und kurzweiliges Kino Vergnügen und endlich Mal wieder eine gelungene Komödie. Der Film vereint gelungene und amüsante Darsteller-Leistungen mit einer originellen und vor allen frischen Geschichte, die mit sehr viel schwarzen Humor daherkommt. Allerdings wirken gerade im ersten Drittel die Gags etwas gewollt und der Film kommt erst nach gut dreißig Minuten in die Gänge, fährt dann aber mit großen Geschützen auf und es gibt mehr als nur eine Szene in der man Tränen lachen kann.

[xrr rating=3.5/5]

 

Die filmigo.de TV-Tipps zum Wochenende (2.9 – 4.9) 0

geschrieben von - (Top-Thema)

Oft weiß man nicht, warum man den Fernseher einschalten soll. Entweder laufen so viele interessante Filme im TV, dass man sich nicht entscheiden kann was man sich nun anschauen soll, es läuft gar nichts oder man verpasst einen tollen Film, weil man ihn in der Fernsehzeitung übersehen hat. Wir wollen mit dieser wöchentlichen Kategorie Abhilfe schaffen und Filme diesen Wochenendes präsentieren, für die es sich lohnt einzuschalten.

Freitag 2.9:

The Green MileRTL 2 20:15 Uhr (Wdh.: 3.9 12:35 Uhr)

Der Film handelt von einem Gefängniswärter (Tom Hanks), der die Aufischt über den Todestrakt eine Gefängnis hat. Alle Wachleuchte halten sich an eine Regel: Nichts gelangt an die Außenwelt. Doch eines Tages, bereichert ein besonderer Gefangener (Michael Clarke Duncan) die Gefängnismauern und nichts ist mehr so wie zuvor.

Sicherlich nicht mehr ganz unbekannt dieses Werk, allerdings immer wieder sehenswert, weil der Film es schafft eine mysteriöse Atmosphäre aufzubauen und gleichzeitig den Zuschauer emotional berührt. Außerdem ist die Darstellerische Leistung hervorzuheben und die gute Regie-Arbeit von Frank Darabont (Die Verurteilten). Also wer diesen Film noch nicht gesehen hat, sollte nun diese Gelegenheit nutzen.

Samstag 3.9:

James Bond 007: Goldfinger - MDR 23:00 Uhr

In dem zweiten Bond-Film begibt sich der britische Agent (Sean Connery) in den Kampf gegen Goldfinger (Gert Fröbe). Dieser plant das Goldlager Fort Knox radioaktiv zu verseuchen, so dass die Welt in ein Finanzchaos gestürzt wird.

Gilt nicht umsonst als Referenzfilm der Reihe und Vorbild für viele Agentenfilme. Mit einem routiniert und stilsicher aufspielenden Sean Connery, gutem Drehbuch und Bösewichten mit absoluten Kult-Faktor.

Sonntag 4.9

TOP TIPP DES WOCHENENDES: 21 Gramm - Arte 20:15 Uhr

Der Film hangelt sich an drei Erzählsträngen entlang, die auf den ersten Blick in keiner Weise zusammen hängen. Der erste erzählt von Paul (Sean Penn), der auf ein Spenderherz wartet, weil er todkrank ist. Der zweite vom Ex-Häftling Jack (Benicio Del Torro), der nach seiner Entlassung sein Leben nach strengen Religiösen Richtlinien führt. Der Letzte widmet sich der Familienmutter Cristina (Naomi Watts), deren Mann bei einem Unfall ums Leben kommt.

Ein wirklich besonderer Film, der den Zuschauer erst durch seine nicht chronologische Erzählweise im unklaren lässt, doch nach und nach fügen sich alle drei Geschichten auf verblüffende Art und Weise zusammen. Hinzu kommt kommt die unglaublich intensive und ergreifende Geschichte, die durch das grandiose und meisterhafte Spiel der Hauptdarsteller verstärkt wird.  Die virtuose Inszenierung des Regisseurs Alejandro González Iñárritu (Amores Perros, Babel), rundet dieses Meisterwerk des modernen Kinos gelungen ab.

Ganz weit oben auf meiner Liste der besten Filme, unbedingt ansehen!

Hangover - 20:15 Uhr Pro7 (Wdh.: 5.9 15:05 Uhr)

Stu (Ed Helmes), Phil (Bradley Cooper) und Alan (Zach Galifianakis) fahren zusammen mit Doug (Justin Bartha) nach Las Vegas, um seinen Jungessellenabschied zu feiern. Doch die Party läuft etwas aus dem Ruder, so dass sie am nächsten Morgen nicht mehr wissen was passiert ist, außerdem ist Doug verschwunden. Nun müssen die drei Übrigen, den vorherigen Tag detektivisch aufklären um ihren Kumpel wieder zu finden.

Einer der Top-Komödien der letzten Jahre, die jegliche Grenzen von Niveau und menschlicher Ethik übersteigt und viele Komödien die danach kamen inspiriert hat. Gerade innerhalb einer Gruppe von mehreren Menschen, entfaltet sich das gesamte Potential dieses Films.

Sin City – Recut & Extended - 23:25 Uhr Pro 7 (Wdh.: 5.9 3:20 Uhr)

Erneut treffen drei verschiedene Geschichten aufeinander. Der Ex-Cop John Hartigan (Bruce Willis) ist auf der Suche nach Nancy die im einst sein Leben rettete. Marv (Mickey Rourke) will den Mord an seiner Freundin rächen und Shellie (Brittany Murphy) muss sich vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund (Benicio Del Toro) in Acht nehmen.

Hier treffen die Geschichten nicht ganz so genial zusammen wie in 21 Gramm, allerdings ist das auch nicht im Sinn der Comic-Vorlage. Sin City ist auf jeden Fall eine der besten Comic-Verfilmungen mit düsterer Atmosphäre und gelungener Optik, sicherlich auch die bisher beste Regie-Arbeit von Robert Rodriguez (Machete, Desperado). Unterstrichen wird das Ganze, durch einen abwechslungsreichen Verlauf und grandiosen Darsteller Leistungen. Absolute Empfehlung denn hier erwartet euch ein knallharter Trip, in eine finstere Welt voller abgedrehter Charaktere.

Was werdet ihr euch am Wochenende ansehen?


Der filmigo.de Podcast #13 0

geschrieben von - (Top-Thema)

Jiha und Hallo zu der dreizehnten Ausgabe des filmigo-Podcasts. Heute mit einem spaceigen mash up, einen stotternden König und einen Gangster der seinen Sohn beschützen muss. Also mal wieder ein buntes Aufgebot aus der Filmwelt, welches sich mal wieder Ramon und Tobias annehmen.

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Die DVD-Kritik zu “Unknown Identity” 0

geschrieben von - (Kritiken, Top-Thema)

Unknwon Identity erregte hierzulande großes Aufsehen, weil er komplett in Deutschland gedreht wurde. Entsprechend groß war hierzulande der Fokus auf den Film, der zum Abschluss der Berlinale 2011 lief. Erwartet wurde ein rasanter Thriller, mit interessanter Geschichte, vor der Kulisse Berlins, ob der Film von Regisseur Jaume Collet-Serra (House of Wax, Orphan – Das Waisenkind) diesen Erwartungen standhalten kann erfahrt ihr in der folgenden Kritik.

In dem Film geht es um den Forscher Dr. Martin Harris (Liam Neeson), der mit seiner Frau Elizabeth (January Jones) aus Berufsgründen nach Berlin reist. Im Hotel angekommen, fällt Martin auf, dass er einen wichtigen Koffer am Flughafen vergessen hat und steigt prompt in ein Taxi, Richtung Berlin-Tegel. Bei der Fahrt zurück gelangt Harris in einen schweren Unfall, den er nur um Haaresbreite überlebt. Als er nach vier Tagen Koma im Krankenhaus aufwacht, fällt ihm auf, dass er einige wichtige Informationen über sich selbst vergessen hat und zudem seine gesamten Papiere verloren gingen. Darauf begibt er sich sofort zurück ins Hotel um seine Frau aufzuspüren, doch als er mit ihr redet, will sie weder eingestehen, dass sie ein Ehepaar sind, noch das sie ihn jemals zuvor gesehen hat. Stadtessen taucht ein anderer Mann auf und behauptet er sei Dr. Martin Harris und wäre der Ehepartner von Elizabeth. Mit Hilfe der Unglücks-Taxifahrerin Gina (Diane Krüger) und Ex-Stasi-Agent Jürgen (Bruno Ganz) muss er nun seine eigene Identität beweisen, doch werden ihm dabei von einem mächtigen Feind einige Steine in den Weg gelegt.

Die gesamte Geschichte, rund um eine Person, auf der Suche nach der eigenen Identität, klingt erst einmal bekannt und erinnert stark an die Bourne-Trilogie. Allerdings geht die Geschichte von Unknown Identity einen eigenen Weg und erinnert nur selten an die Filmreihe mit Matt Damon. Auf konventionellen Wegen schreiten hingen die Actionszenen, zwar sind sie solide umgesetzt worden, wirken allerdings wie aus dem Hollywood-Baukasten und sind ziemlich generisch. Die meisten dieser Szenen, treten erst im letzten Teil des Films auf, vorher beschränkt sich der Film auf den Aufbau der Charaktere und lässt sich dabei viel Zeit, so dass der geneigte Action-Fan Probleme bekommen und Langatmigkeit auftreten könnte. Auch Darstellerisch ist der Film mit Sicherheit kein Juwel, alle Darsteller agieren äußerst solide, kommen aber nie über Durchschnitt hinaus. Liam Neeson (96 Stunden) stapft etwas unbeholfen durch Berlin und auch Diane Krüger (Inglorious Basterds) wirkt wenig authentisch und ihre Rolle als Taxifahrerin mit Integrationshintergrund, ist doch ein wenig bizarr wenn man bedenkt, dass sie gebürtige Deutsche ist. Einzig Bruno Ganz (Der Untergang), weiß zu überzeugen und spielt seine Rolle realistisch und glaubwürdig. Positiv hervorzuheben ist auch die gut verwobene Geschichte, die den Zuschauer sehr lange im unklaren lässt und gerade zum Ende hin, mit einem überraschenden Twist nach dem anderen aufwartet. Auch die unkonventionelle Geschichte wird gut erzählt, wirkt nur wenig konstruiert und bis zum Höhepunkt baut sich eine gute Spannungskurve auf, die den Zuschauer gebannt auf die Auflösung warten lässt. Allerdings wird sich der Film häufig vergleichen lassen müssen, mit Filmen wie 96 Stunden oder der Bourne-Trilogie, diesem Vergleich hält der Film nicht stand, es fehlt einfach an diversen überzeugenden Argumenten um an die genannten Werke heranzukommen. Die Umgebung des Films hingegen wirkt erfrischend neu, denn Berlin war bisher selten Hauptschauplatz eines aufwendig produzierten Kinofilms.

Die DVD besitzt eine gute Bildqualität, die sich durch den gesamten Film zieht. Ein paar Extras sind auch vorhanden. Zwei Videos mit jeweils vier Minuten Lauflänge, vermitteln die Meinung der Schauspieler zu dem Film und interessante Hintergrundinfos. Allerdings sind sie etwas kurz und hätten noch ein paar Szenen vom Set zeigen können. Außerdem gibt es noch Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur, die keine Fragen offen lassen und in denen die Schauspieler unter anderen erklären wie sie zu dem Film gekommen sind und was sie bei den Dreharbeiten erlebt haben. Alles in allem bietet die DVD gutes und informatives Bonusmaterial, welches allerdings etwas dünn ausfällt.

Fazit: Unknown Identity ist ein gut gemachter Verschwörungs-Thriller, der handwerklich gut inszeniert wurde. Allerdings bieten die Action-Szenen nur gewohnte Kost und auch die überwiegende Zahl der Darsteller agiert nur durchschnittlich. Überzeugen kann die intelligent verwobene Geschichte, die Dramaturgisch gelungen in Szene gesetzt wird, allerdings fehlt noch der letzte Funken, um an offensichtliche Vorbilder wie 96 Stunden oder Der Bourne-Trilogie heranzukommen. Alles in allem ist Unknown Identity ein solider Film, auf einer guten DVD, vor stimmiger Hauptstadt-Kulisse, der sich im Mittelfeld seines Genres einreiht.

[xrr rating=3.5/5]

Unknown Identity erscheint am 6.10. auf DVD und Blu-ray.

Die DVD-Kritik zu “Betty Anne Waters” 0

geschrieben von - (Kritiken, Top-Thema)

So viel vorweg, Betty Anne Waters ist ein besonderes Werk, er wird sicherlich nicht jedem gefallen. Vor allen ist der Film eines, ruhig erzählt. Sicherlich lief der Film auch an vielen vorbei, deswegen werde ich im Folgenden jeden den Film etwas näher bringen und empfehlen. Aber worum geht es eigentlich?

Der Film handelt von Betty Anne Waters (Hilary Swank), die eine schwierige Kindheit durchlebt hat und während dieser eine enge Beziehung zu ihren Bruder (Sam Rockwell) aufgebaut hat. Eines Tages begibt sich allerdings, dass ein Mord in dem kleinen Ort geschieht, in dem Betty wohnt. Ihr Bruder wird als Verdächtiger vor Gericht gezogen und aufgrund erdrückender Beweislage verurteilt. Betty Anne in der absoluten Gewissheit, dass ihr Bruder unschuldig ist, beschließt ihren Schulabschluss nachzumachen und Jura zu studieren um ihren Bruder aus dem Gefängnis zu holen.

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und man findet auch allerhand dazu im Internet, sollte sich aber bevor man ihn sieht, nichts zu dem Fall durchlesen, um vollkommen unbefangen den Film genießen zu können. Zum einen ist das Problem, dass Hollywood-Produktion, die von echten Begebenheiten inspiriert wurden, häufig zur Überdramatisierung neigen und meistens zu banal und zufällig wirken, dieses trifft auf Betty Anne Waters nicht zu. Der Film bleibt stets auf dem Boden und wirkt wie aus dem realen Leben gegriffen, er verzichtet auf jegliche Art von Überinszenierung. Außerdem schafft der Film es perfekt, den Zuschauer im unklaren zu lassen, was denn nun alles hinter dem Mord steckt und wer nun der Schuldige ist. Zudem ist die Schauspielerische Leistung hervorzuheben, Hilary Swank (Million Dollar Baby) nimmt man die Rolle sofort ab. Betty Anne steht zwischen dem Stress ihres normalen Familienlebens und dem Leistungsdruck an der Uni, Swank verkörpert die Rolle mit einer unglaublichen Tiefe und realitätsnah. Auch Sam Rockwell (Moon) spielt ausgezeichnet, der Bruder von Betty Anne ist ein temperamentvoller Sturkopf und Rockwell spielt die Rolle sehr authentisch und überzeugend. Tony Goldwyn (Der letzte Kuss) inszeniert den Film äußerst stimmig und die gesamte Athmosphäre wirkt passend und unterkühlt. Zudem ist der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig, die juristischen Szenen sind weder dröge noch langatmig, sondern zeigen nur kurze Ausschnitte der Verhandlungen, über die angenehme Lauflänge bezieht der Film seine Spannung aus den interessanten Charakteren und brillanten Darstellerleistungen. Für viele wird sich der Film wahrscheinlich aber langziehen wie ein Gummiband, vor allen die sonst auch noch nie was mit dieser Art Film zu tun hatten, letzendlich sollte jeder selber entscheiden, ob ihn die Geschichte interessiert und man sich den Film ansehen sollte.

Fazit: Betty Anne Waters ist erfrischend unprätentiös und ruhig erzählt, weit entfernt vom glattgebügelten amerikanischen Kino und jeglichen Kitsch. Die Darsteller verkörpern ihre Rollen perfekt und die Geschichte langweilt zu keinem Zeitpunkt. Es wird sicherlich viele Leute geben, die aufgrund der langsamen Erzählweise nicht viel mit dem Film anfangen können, aber für jeden dessen Interesse auf den Film durch diesen Text auch nur Ansatzweise geweckt wurde, spreche ich eine absolute Empfehlung aus.

[xrr rating=4/5]

Der filmigo.de Podcast #12 0

geschrieben von - (Top-Thema)

Bonjour liebe Podcast Hörer zu einer weiteren Ausgabe des filmigo-Podcasts. Heute mit einer Reise nach Paris und einem Nachhilfekurs im Dating. Außerdem werden wie immer die aktuellen, wenn auch wenig los war diese Woche. Zudem zwei Top-DVDs in den Neustarts der Woche.

News:
Ridley Scott dreht neuen Blade Runner Film
Neuer Trailer zu Krieg der Götter
Erster US-Trailer zu Der Gott des Gemetzels

Kino:
Crazy, Stupid, Love
Midnight in Paris

DVD:
Rango
Betty Anne Waters

 

Zum Podcast geht es hier lang:PODCAST #12